FREEDIVING

"Kein Geräusch, keine Angst und der Wunsch,
nie wieder atmen zu müssen"


So beschreibt der italienische Extremtaucher Umberto Pelizzari seine Passion. Er ist einer der Stars dieser kleinen Elitre von Apnoe- oder auch Freitauchern.

 

Was macht das Freitauchen eigentlich aus? Und warum begeistern sich immer mehr Menschen für diesen besonderen Sport? Sogar Hollywood hat sich mit dem Rausch der Tiefe schon filmisch auseinandergesetzt.

 

Freitauchen, das auch Apnoetauchen genannt wird, beschreibt die ursprünglichste Form des Tauchens. Schon früh begannen die Menschen auf diese Art und Weise Muscheln, Steine, Perlen und Schwämme aus dem Meer zu sammeln. Ebenso hilfreich ist diese Art des Tauchens auch bei der Speerjagd auf Fische. Was in der Steinzeit begann und ausschließlich dem Überleben diente, entwickelte sich zu einem Sport, der heute für seine Anhänger viel mehr bedeutet.

 

Das Wissen um Techniken und den Sport in seiner Urform wächst von Tag zu Tag, da es sich aus Sicht der Forschung um einen noch jungen Sport handelt. Einfach gesagt geht es darum, den Atem möglichst lange anzuhalten um entsprechend viel Zeit unter Wasser bleiben zu können. Doch ein passionierter Freitaucher sieht in diesem Sport noch viel mehr –

Es geht darum, einen für Menschen natürlichen Reflex, also das Atmen,
zu kontrollieren und die Luft durch Atemtechnik, Meditation und sehr viel Training anzuhalten. Was anstrengend und nach viel Konzentration klingt bedeutet  für viele Anhänger des Sports jedoch Entspannung und Freiheit.

Wie ist das möglich?

 

Ein Freitaucher verfolgt ein einziges Ziel –
Eins zu sein mit dem Wasser und sich selbst!
 

In einer immer rasanteren Welt, in der wir täglich von Reizen überflutet sind, in der es immer lauter und stressiger ist, finden sich selten Orte der Ruhe. Ein Ort der Ruhe bedeutet ganz bei sich zu sein und den Stress des Alltags nicht nur zu vergessen, sondern abzulegen.

 

Für viele Freitaucher ist ihr Sport ganz genau diese Oase der Ruhe –
eine Art Meditation und Möglichkeit zur Entspannung.

Doch was wäre dies für ein Sport, wenn es ausschließlich um Ruhe und Entspannung ginge? Natürlich geht es auch darum, die eigenen Grenzen zu sprengen und Leistungen zu erbringen, die man selbst nie für möglich gehalten hätte. Vielleicht stehen am Ende des Trainings sogar Apnoe-Rekorde in Aussicht? Auch darum geht es beim Freitauchen. Geduld beim Training und eine Ausbildung die die verschiedenen Techniken lehrt führen zum Erfolg und helfen dabei, eigene Grenzen neu zu definieren.

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Das Freitauchen unterscheidet verschiedene Disziplinen, von denen sechs auch im Wettkampf betrieben werden –

STA (Static) – Zeittauchen
 

In dieser Disziplin geht es darum, möglichst lange unter Wasser zu bleiben. Meistens liegt der Taucher hierbei mit den Atemwegen unter Wasser
an der Wasseroberfläche.

DYN / DNF (Dynamic / Dynamic No Fins) – Streckentauchen
 

Bei dieser Disziplin versucht der Taucher eine möglichst große,
horizontale Strecke zurückzulegen – mit nur einem Atemzug.
Bei Dynamik kann mit oder ohne Flossen getaucht werden.

 

CWT / CNF (Constant Weight / Constant Weight No Fins) –

Das „klassische“ Tieftauchen

Das vertikale Abtauchen an einem Seil, entweder mit oder ohne Flossen. Das Gewicht, das man zum Abtauchen mit hinab nimmt, nimmt man auch beim Auftauchen wieder mit an die Oberfläche.

 

FIM (Free Immersion) – Entspannung pur
 

Durch das Ziehen am Seil taucht der Taucher in dieser Disziplin ab
und wieder auf. Flossen sind nicht gestattet, der Ab-und Aufstieg
muss allein durch die Kraft in den Armen erfolgen.

 

​​VWT (Variable Weight) –

Abtauchen mit Hilfsmittel, Auftauchen aus eigener Kraft

Für diese Disziplin darf der Taucher ein Gewicht verwenden das ihm
den Abstieg erleichtert. Dieses Gewicht bleibt am Ende des Seils zurück und der Freediver muss aus eigener Kraft auftauchen.
Flossen darf er verwenden, oder sich am Seil hochziehen.

 

NLT (No Limit) –

Die Disziplin, in der die größten Tiefen erreicht werden

Der Abstieg wird in dieser Disziplin mithilfe eines Schlittensystems gemeistert, sodass der Freediver fast ohne jeglichen Kraftaufwand
die gewünschte Tiefe erreicht.
Zurück an die Oberfläche gelangt er mithilfe eines Hebesacks
oder Gegengewichtsystems.

Durch dieses Vorgehen werden Tiefen erreicht, die sich weder Ärzte noch Wissenschaftler erklären können.  Der menschliche Körper kann dem hohen Druck in diesen Tiefen (rein wissenschaftlich gesehen) nicht standhalten. Die betauchten Tiefen sind in der Regel so groß, dass dem Taucher ein Aufstieg aus eigener Kraft nicht möglich wäre. Deshalb ist diese Disziplin mit hohen Risiken verbunden und erfordert aufwendige Sicherheitsvorkehrungen.

Freitaucher nutzen nur wenig Equipment und sind dadurch wesentlich flexibler, leiser und sanfter in ihren Bewegungen als zum Beispiel Sporttaucher in ihrer kompletten Ausrüstung. Für viele Meeresbewohner sind die beim Ausatmen durch den Atemregler entstehenden Blasen unheimlich, so dass sie vor dem Taucher flüchten. Ein Freitaucher kann ohne diesen Effekt wesentlich näher an marine Lebewesen herankommen und den Anblick genießen. Auch in deutschen Gewässern gibt es eine Vielzahl an faszinierenden Lebewesen.
 

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